Mittwoch, 18. März 2009

Motivation ist alles

Puuhh, so langsam geht's besser. Nach mehreren Tagen und Nächten mit "Tempoläufen" auf die Toilette scheint sich mein Magen wieder zu beruhigen. In den letzten zwei Tagen habe ich weiterhin meine Zehn-Kilometer-Bestzeit verbessert. Theoretisch. Hochgerechnet aus dem eingetretenen Gewichtsverlust. Praktisch sieht die Sache anders aus, denn ich fühle mich wie ein zetretener Waschlappen, den man in die Ecke geschmissen hat. Oder zumindest glaube ich, dass sich ein solcher Waschlappen genau so fühlen müsste, wie ich mich zur Zeit fühle. Auf gut Deutsch: Ich bin total ausgelaugt! Allein beim Gedanken an Laufen fühle ich mich gleich noch müder. Wie soll ich da bloß noch die restlichen Tage bis zum Start des Frühlingsmarathons in Meran trainierend überstehen?
Was tut ein Läufer, der sich in einem Motivationsloch befindet und an den Selbstzweifel nagen? Er kauft sich ein Buch. Natürlich ein Laufbuch. Mein Rettungsanker heißt "Das große Laufbuch" von Herbert Steffny, das mit nichts weniger als mit dem Titel "Die Laufbibel" in Foren und bei Besprechungen bezeichnet wird. Das einzige Problem: Das Ding ist so schwer (1.079 Gramm!), dass ich es in meinem geschwächten Zustand kaum tragen kann. Also schiebe ich die "Bibel" wieder beiseite, drehe mich auf die Seite, döse weiter und träume davon, wie ich in Meran leichtgewichtig, beschwingt und voller Kraft über die Zielline schwebe, auf die Uhr schaue - und dort erschrocken ein 2.01.46 sehe. Geschockt und schweißüberströmt wache ich dann wieder auf.

2 Kommentare:

  1. oh, komm doch, das ist ja nicht so schlimm! Es geht gleich wieder aufwärts. Und wenn du den Halbmarathon in 2 Stunden schaffst oder auch in 2.15 oder 2.30 Stunden ... Wichtig ist ja, dass du mitmachst! Sei doch sportlich!

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  2. Ach mountain girl! Die anderen machen mit, um dabei zu sein. Ich bin dabei, weil ich gewinnen will!

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