Montag, 23. März 2009

Zu dritt unterwegs

Der Countdown läuft unerbittlich weiter, der Start in Meran rückt näher und näher. Also keine krankheitsbedingte Müdigkeit vorschützen und los zu neuen Trainingseinheiten. In meiner "Bibel" steht zwar, dass man nach einer Woche Krankheit mindestens ebensolange nur gemütlich laufen und danach im Trainingsplan zwei Wochen zurückgehen und dort weitermachen sollte. Aber was soll's, soviel Zeit habe ich nicht mehr. Also gab's an diesem Wochenende kein Pardon und ich habe gleich mal ausgecheckt, wie schnell ich noch bin. Und siehe da, ich bin schneller als gedacht. Zumindest auf kurzen Strecken, sprich zwei Kilometer, kann ich jetzt ein Tempo halten, das vorher nicht möglich gewesen wäre. Was so ein paar Kilo weniger ausmachen?! Geht's länger und bei moderatem Tempo dahin, dann hapert's aber gewaltig. Das Stehvermögen hat arg gelitten und ich seh' mich auf den letzten Kilometern - wieder einmal - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7 Min./Kilometer dem Ziel in Meran entgegentorkeln.
Um bei meiner Trainingseiheit nicht ganz schutzlos zu sein, habe ich mich gestern von meinen Babytwins begleiten lassen. Gut verpackt im Zwillingswagen haben wir gemeinsam rund 14 Kilometer runtergespult. Nein, nicht falsch verstehen, ich war natürlich nicht verpackt, ich habe geschoben - und mich abgestützt. Ist gar nicht mal so blöd, mit einem Kinderwagen zu laufen. Mein Hintergedanke: Wenn ich schlapp mache, kann ich mich als Spaziergänger tarnen, der seine Brut ausführt. Denn ein Läufer in Tights, der nach Hause schlurft, erntet mitleidige und hämische Blicke. Einem Papi hingegen, der in engen Höschen seine Zwillinge spazierenführt, schlagen Bewunderung (seitens der Damenwelt) und Neid (seitens der männlichen Konkurrenz) entgegen. Und wer gar laufend bis zum Ende durchhält, ist stolz auf sich selbst und froh, dass die Kleinen so lange keinen Pieps von sich gegeben haben.

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