Hallo, ist da noch jemand? Eine ganze Woche habe ich gebraucht, um mich psychisch und physisch vom Frühlingshalbmarathon Meran zu erholen und meine Wunden zu lecken. Physisch war ich eh schon ziemlich lädiert, wie man meinem letzten Eintrag entnehmen kann. Und natürlich habe ich recht behalten. Ich war einfach noch zu müde, hatte mich nicht genügend erholt (ja, ja, natürlich bin ich selbst schuld, schon klar) und musste dann auf den letzten beiden Kilometern ziemlich kämpfen und habe dabei auf jeden Kilometer eine halbe Minute verloren. Auch beim zweimaligen Anstieg nach Algund konnte ich das Tempo, das ich mir vorgenommen hatte, nicht halten und konnte die verlorenen Sekunden auch beim Abwärtslaufen nicht aufholen. Das Ergebnis: knappe vier Minuten über der angepeilten Zeit. Schlimm! Die Folgeerscheinung: eine einwöchige Schreib- und Laufblockade. Auch, dass ich als Trotzreaktion neue Laufschuhe gekauft habe, hat mir nicht darüber hinweggeholfen. Erst gestern konnte ich mich wieder dazu überwinden, in die Laufschuhe zu schlüpfen und bin ohne Ziel und Absicht durch die Gegend gelaufen. Welch befreiendes Gefühl! Kein Schielen nach der Zwischenzeit, kein "ach ich bin zu langsam" oder "nein, ich bin zu schnell", sondern einfach befreites Laufen! Ich habe den Sinn des Laufens wieder entdeckt...Eine Bildergalerie des "Frühlingsmarathon Meran-Algund" gibt es hier...
Es ist schon verrückt, wie sehr man sich beim Laufen auf die Zeiten fixiert. Ich kenne das selbst, bei einem Zehner mal zwei Minuten langsamer als geplant, ein Desaster.
AntwortenLöschenDabei ist eigentlich das Laufen, egal in welchem Tempo, egal wo, egal warum, einfach nur schön.