Zwei Tage Fressen schreit regelrecht nach einer ausgiebigen Bestrafung. Das vergangene Wochenende war erfüllt mit kulinarischen Exzessen, in die ich - und das schwöre ich - unschuldigerweise geraten bin. Kann ich nämlich etwas dafür, dass ich zu allen möglichen Geburtstags- und Abschiedsessen eingeladen werde? Und kann jemand von mir verlangen, dass ich dann, einmal am reich gedeckten Tisch sitzend, zwei Stunden lang an einem Salatblättchen herumknabbere? Natürlich nicht. Außerdem wäre das extrem unhöflich.
Nun, die Bestrafung stand bereits seit langem in meinem Trainingsplan: ein langer Lauf von zwei Stunden am Sonntag . Da ich seit Jahren nicht mehr so lange gelaufen war, schlief ich in der Nacht vorher extrem schlecht. Das könnte aber auch an meinem Völlegefühl im Bauch oder an meinem recht aktiven Babychor gelegen haben. Jedenfalls machte ich mir ziemlich Gedanken, ob ich das schaffen würde. Vor Jahren zog ich mir nämlich auf einem langen Lauf, so ziemlich am von meinem Startpunkt entfernsten Ort, eine Muskelzerrung zu. Ohne Handy blieb mir nichts anderes übrig, als in stundenlanger Humpelei zum Auto zurückzukehren. Solche Erlebnisse prägen.
Gestern ging aber alles gut. Zwar schmerzt es heute in allen Teilen meines gesamten "Fahrgestells", aber ich habe durchgehalten. Das Training zeigt bereits seine Wirkung.
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